Seit der ersten Ölkrise im Jahr 1973 brachte die Entwicklung Gaspreise hervor, die sich kontinuierlich nach oben bewegten. Bis zum Beginn der 1970er Jahre bewegte sich der Gaspreis immer zwischen einem und zwei Cent je Kilowattstunde. Bis 1980 verdoppelte sich der Preis bereits und stieg in den darauffolgenden Jahren nach kurzfristigen Beruhigungen immer wieder sprunghaft an. Inzwischen zahlt jeder Gas-Verbraucher für eine Kilowattstunde Gas bereits rund acht Cent.

Nun könnte man annehmen, dass die Ölkrise im Jahr 1973 zwar die Preise für Rohöl, nicht aber die für Erdgas beeinflussen dürften. Durch die freiwillige Ölpreisbindung des Gaspreises, die in den 1960er Jahren bereits von den gasexportierenden Ländern mit den Gasversorgern in Deutschland vereinbart wurde, orientiert sich der Preis für Erdgas aber am Öl-Preis, und zwar unabhängig davon, ob diese Preise ökonomisch gerechtfertigt sind, oder nicht. Da Deutschland nur knapp zwanzig Prozent seines Bedarfs an Erdgas selbst fördert, ist man hierzulande zudem von der Preispolitik der erdgasfördernden Länder abhängig. Politische und wirtschaftliche Krisen in den Erzeugerländern beeinflussen daher unter Umständen zusätzlich die Entwicklung. Gaspreise und Ölpreise sind allein in den letzten zwanzig Jahren um rund siebzig Prozent gestiegen.

Im Sommer 2009 zeigte der Ölpreis einen kurzfristigen Einbruch und Gasverbraucher hofften, im Rahmen der Ölpreisbindung auch davon profitieren zu können. Da der Gaspreis dem Ölpreis aber mit einer sechsmonatigen Verzögerung folgt, hatte sich der Ölpreis längst wieder auf seinem alten Niveau eingependelt und die Gasversorger mussten an ihrer Preisgestaltung nichts ändern. Derzeit sind die Gaspreise schon seit längerem konstant, dennoch gibt es immer wieder Medienberichte,  denen zufolge mit neuen Preiserhöhungen zu rechnen ist. Welche Entwicklung Gaspreise und Ölpreise in der Zukunft nehmen werden, ist relativ ungewiss. In einem Punkt können die Verbraucher aber sicher sein, eine generelle und deutlich spürbare Senkung ist nicht zu erwarten. Vielmehr steht noch immer zu befürchten, dass sich langfristig auch die Finanzkrise auf die Energiekosten auswirken wird, da auch die gasfördernden Unternehmen sich mit neuen Investitionen zurückhalten werden. Für die Verbraucher ist es deshalb umso wichtiger, beim Gasverbrauch zu sparen. Hier besteht oft ein großes Potential.

Für Verbraucher ist es deshalb umso wichtiger, das Gas von einem preisgünstigen Gasversorger zu beziehen. Mehr zum Thema finden Sie auf der Seite Gas billig. Die Vergleichsrechner zeigen, bei welchen Anbietern die Gaskosten möglichst gering gehalten werden können.